HRDLog.net:

Aktuelle Logbucheinträge auf der eigenen Homepage

Bild 1: Immer öfter zu sehen: die letzten Einträge des Logbuchs auf der Homepage.

Abbildung Logbuch auf Webseite

Immer häufiger fallen aktuelle Logbucheinträge der Funkamateure auf deren Webseiten auf. Dort sind die letzten zehn, zwanzig oder gar dreißig Logbucheinträge fast in Echtzeit zu verfolgen. Der OM, der kurz nach einem QSO mit seinem QSO-Partner dessen Webseite (oder auf HRDLog) aufruft, kann nachschauen, ob sein Rufzeichen korrekt im Logbuch verzeichnet ist. Für den, der keine eigene Homepage betreibt, bietet HRDLog ein Online-Logbuch und ganz nebenbei eine Kopie seiner Logbücher an einem sicheren Ort.

Das aktuelle Logbuch auf der eigenen Homepage. Wie ist das möglich? Einige Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Der OM besitzt eine eigene Webseite (Homepage) und steuert seinen Transceiver mit Ham Radio Deluxe (HRD) bzw. nutzt das darin integrierte Logbuchprogramm "HRD Logbook". Weiterhin hat sich der OM bei [1] angemeldet. Dazu sind lediglich das eigene Rufzeichen, die E-Mail-Adresse und ein selbst zu benennendes Passwort vonnöten. Das "Login" ist in zwei Minuten geschehen. HRDLog.net sendet daraufhin eine E-Mail mit einem Upload-Code. Der ist 10-stellig und besteht aus Buchstaben und Zahlen. Zusammen mit dem eigenen Rutzeichen dient er dazu, Logbucheinträge über das Internet an den HRDLog-Server zu übertragen.

Abbildung Konfiguration

Bild 2: Konfiguration im Logbuchprogramm von Ham Radio Deluxe: Eingabe von Rufzeichen und Upload-Code.

Damit das automatisch geschieht, wird beim HRD-Logbuch unter "Configure" und "HRDLog.net" sowohl das eigene Rufzeichen als auch der Upload-Code eingetragen (Bild 2). Ist das Häkchen bei "Upload every time an logbook entry is added…" gesetzt, geschieht das Hochladen eines QSO zukünftig immer dann, sobald ein neuer Logbucheintrag vollendet wurde und eine Verbindung zum Internet besteht. Ältere Logbucheinträge übermittelt man am besten als XML- oder ADIF-Datei (Bild 8). Jedes halbwegs aktuelle Logbuchprogramm ist dazu in der Lage und exportiert ADIF. Aus dem HRD-Logbuch heraus ist es möglich, beliebige Einträge an HRDLog zu senden. Das geht so: Gewünschte Zeilen im Logbuch markieren, mit der rechten Maustaste das Kontextmenü öffnen, dort "HRDLog.net" und "Upload" klicken. Sind alle Logbucheinträge übertragen, liegen sie nicht nur lokal auf dem PC vor, sondern sind zusätzlich bei HRDLog gesichert.

Abbildung Logbuch restaurieren

Bild 3: Logbuch futsch? Kein Problem, wenn eine Kopie auf HRDLog gespeichert ist. "Restore logbook" lädt es zurück auf die eigene Festplatte.

Der Vorteil: Bei eventuellem Totalverlust der Daten durch eine defekte Festplatte geht das Logbuch - oft die Arbeit von Jahren - nicht verloren (Bild 3), denn HRDLog ermöglicht das Zurückspeichern des kompletten Logbuches auf den eigenen PC!

Abbildung Erzeugung HTML-Code

Bild 4: HRDLog, Erzeugung eines HTML-Codes für die eigene Webseite: Erster Schritt, was soll zu sehen sein?

Abbildung Vorschau der Webseite mit Logbuch

Bild 5: Die Vorschau zeigt, wie es später auf der Homepage aussieht.

Abbildung erzeugter HTML-Code

Bild 6: Das ist der erzeugte HTML-Code, der unverändert in die eigene Webseite eingefügt wird.

Wie kommen die letzten QSO-Daten nun auf die eigene Homepage? Das hat der Entwickler Claudio Cordeglio, IW1QLH, für Benutzer sehr einfach gestaltet: HRDLog erzeugt auf Wunsch einen HTML-Code (" Create script"), die ganz simpel in eine eigene HTML-Seite der Homepage eingefügt wird. In einem Dialog (Bild 4) wird online das gewünschte Aussehen beschrieben. Die Vorschau (Bild 5) informiert vor dem Einfügen des Codes in eine HTML-Seite, wie es aussehen wird. Darunter ist der HTML-Code (Bild 6) zu sehen. Damit keine Fehler oder unabsichtliche Veränderungen am Script passieren, sollte der Code markiert und in die Windows-Zwischenablage kopiert werden. Von dort aus wird sie an geeigneter Stelle in eine HTML-Seite der eigenen Homepage eingefügt. Voilà, fortan stehen die letzten Logbucheinträge (Bild 1) auf der eigenen Homepage bereit!

Folgende Darstellungen sind möglich:

Im HRD-Logbuch und / oder der eigenen Webseite sind - wenn gewünscht - der Status "ON-AIR" und die aktuelle Frequenz des TRX zu sehen. Dreht man am VFO, ist die neue Frequenz ca. zehn Sekunden später im Web ablesbar. Die "Offline"-Erkennung - nach Verlassen von HRD - erfolgt mit etwas mehr Zeitverzögerung. Die Anzeigen im Web sind so aktuell, wie es die Technik zulässt. Genauer gesagt: Das Zeitverhalten sollte ein vernünftiges Verhältnis von Updaterate der Informationen und produziertem Internet-Datenverkehr spiegeln.

Abbildung Liste der On-Air-Stationen

Bild 7: Eine Liste zeigt Stationen, die aktuell "ON-AIR" sind.

HRDLog als "DX-Cluster"

HRDLog bietet dank der "ON-AIR"-Erkennung über eine Liste der Stationen, die gerade QRV sind. Nach dem Einloggen ist unter "View users Status / Logbooks" die Liste aller bei HRDLog angemeldeten Stationen abrufbar (Bild 7), die sich per Auswahlbox umschalten lässt auf diejenigen, die aktuell QRV sind. Klickt der DXer auf ein interessantes oder gar seltenes Rufzeichen, erscheint dessen Logbuch. Mit etwas Glück ist vielleicht auch die Sendefrequenz zu sehen. Dann könnte ein Anruf erfolgreich sein! Vielleicht ergibt sich auf diese Weise eine neue Möglichkeit, das eine oder andere fehlende DXCC ein wenig leichter zu "arbeiten".

Abbildung Importrfunktion für Logbücher

Bild 8: HRDLog verfügt über eine Importfunktion für Logbücher in XML und ADIF.



Bild 9: So sieht das Logbuch auf der HRDLog-Webseite aus.

Möglichkeiten erzeugen Kosten

Wie HRDLog beweist, bereichert das Internet Funkamateure um viele neue interessante Aspekte des Hobbys. Ob DX-Cluster, Logbuch im Web oder die Online-Weltkarte aller QTH-Locator - ohne Internet wäre das undenkbar. Derlei Angebote an die Gemeinschaft der Funkamateure sind allerdings nicht kostenlos, auch wenn sie kostenfrei angeboten werden. Ob QRZ.COM (auch hier lässt sich ein Logbuch einblenden!), PSKreporter oder HRDLog, sie benötigen einen Server-PC der an das Internet angeschlossen ist. Der Server von HRDLog wird bei in einem kommerziellen Unternehmen betrieben "gehostet". Das kostet Geld. Jeder OM, der diesen Dienst dauerhaft nutzt, sollte ein Mal im Jahr eine Summe seiner Wahl spenden. Davon wird der Internet-Datenverkehr, der Server selbst und weitere Kosten, die z. B. durch die weitere Programmentwicklung von HRDLog entstehen, zumindest teilweise gedeckt.

Abbildung Liste der gearbeiteten Länder

Bild 10: Liste der gearbeiteten DXCC-Länder.


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Copyright Michael Wöste